Galerie Mariska Dirkx
Wilhelminasingel 67
NL-6041 CH Roermond

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The glasswork : Ingrid Conrad-Lindig Deciding to work with glass, Ingrid certainly wasn't opting for the easy life. Expressing her ideas on canvas or in clay would have been less difficult. And we mustn't forget the strenuous physical side of glassmaking, which means the bigger your ideas get, the hotter and more exhausting it becomes. Ingrid has been working with glass for many years now. She started as a product designer for Beiersdorf in Hamburg, during which time she also studied industrial design and art at the 'Akademie der bildenden Künste'. Impressed by glass pieces she saw in a gallery in Hamburg she gave up her job, trading in security for the unknown challenge of life as a glass artist. In 1974 she started at the Erwin Eisch factory in the Bavarian Forest and at the same time in the Glasfachschule Zwiesel. As a woman she had to stand up to intense male competition and supposed male superiority. For a start men were stronger, could better withstand the heat. The studio glass movement was still very young and fortunately Harvey K. Littelton came to visit Erwin while Ingrid was working there. In those days Erwin was the only person in Germany working with glass in a more artistic direction. Ignoring tradition he was searching for new techniques enabling him to express his ideas in glass. Harvey invited Ingrid to the University of Madison /Wisconsin to be an assistant for 11/2 years. From 1976 until 1978 she spent her time there improving her skills and making friends with many other young people starting to work in glass. In 1979 she moved back to Germany and started a cooperation with the glass company Süßmuth. The company was very famous in those days. However times were hard for many small glass manufactures and, as in so many cases, the factory was finally taken over by the employees. In the surrounding villages, one of which was Clausthal, they opened small shops selling their products and to attract customers they also had live glassblowing and pottery demonstrations. Between 1978 and 1984 Ingrid was responsible for the shop in Clausthal. Using one of the first studio glass furnaces which was installed in the shop she was able to continue her work with hot glass. By the way, during her years in Clausthal Ingrid met someone who fell in love with both her and her work. Fortunately he was just about to become a glass engineer and once Ingrid realised she could teach him how to blow glass, she finally accepted to marry him. In 1985 she moved with him to Mainz. And in 1986 she was able, with the kind support of Schott Glaswerke, to build her own studio glass furnace. And from the very beginning she has always used TV screen glass which is soft and applicable and ideal for her purpose. In her sculpture work many pieces deal with the interrelationships between people. In her abstract work she is searching for a balance between shape and the painting on her pieces. Recently she made an installation with TV screens fixed to a steel frame, lighted with fiber glass and with small glass figures melted onto the screens. TVs as a symbol for communication, exchange of ideas and TVs also isolating people who get stuck to the screen. Human isolation was also the theme of Ingrid's recent series of sculptures which show small figures enclosed in a solid block of glass. She only recently started with her sculpture pieces. As she says herself, it was a long way from traditional glassblowing to the technique she has perfected for her work today. A long and strenuous way, having to cope with the trying physical side of glassmaking and having the physical strength to produce 100 identical pieces at the hot furnace. For some years now Ingrid has been making large pieces with painting enclosed inside. The technique of mixing glassblowing and painting she brought back from the U.S. The heavy pieces have to balance the simple shape, the pure glass and the abstract painting and also reflect the pure strength needed to actually blow the piece. Painting, whether in or on glass has become more and more of a theme for Ingrid. However she will continue to work with glass as her primary medium, continuing the search for new ways and techniques to express her ideas and her individuality in glass. Die Arbeit von Ingrid Conrad-Lindig

Ingrid Conrad-Lindig hat sich keinem leichtem Werkstoff verschrieben. Es wäre sicher um einiges leichter Ihren Gedanken auf Papier oder Metall Ausdruck zu verschaffen. Auch die mit der Bearbeitung des heißen Glases zunächst wohltuend empfundene Wärme steigt schnell mit der Größe der gefertigten Stücke an. Ingrid Conrad-Lindig arbeitet schon lange im heißen Glas. Begonnen hat sie in Bayerischen Wald bei Erwin Eisch. Später volontierte sie bei Harvey K. Littelton an der University in Madison /Wisconsin. Danach betrieb sie - wieder zurück in Deutschland - in Clausthal-Zellerfeld im Oberhazr einen Studioglasofen zusammen mit der Mundblashütte Süßmuth. Schließlich gründete Sie vor etwa 10 Jahren in Ingelheim eine eigene Werkstatt. Mit der Unterstützung von Schott Glaswerke baute Sie dort ihren eigenen Studioglasofen. Sicher als eine Besonderheit im Vergleich zu ihren Künstlerkollegen darf gelten, daß sie in ihrem Ofen Fernsehglas schmilzt. Es war mehr ein Zufall, daß sich dieses Glas für ihre Arbeiten anbot. Im entfernten Sinne gaben jetzt die Herkunft der Scherben, die sie zu Herstellung ihrer Schmelze benutzt, Ihren Stücken eine doppelte Bedeutung. Vieles dreht sich in Ihren Werken um den Menschen, um die Beziehungen der Menschen zueinander und der Balance, die ein jeder für sich sucht. In der skulpturellen Arbeit, die sie jetzt mit Einbeziehung von gepreßten Fernsehschirmen aus der Fernsehproduktion von Schott schuf, kommt dieses Thema mit Deutlichkeit zum Ausdruck. Es zeigt das Medium Fernsehen verfremdet mit in Farbe aufgetragenen Figuren, zum Teil auch als heiß geformte Figuren und auf den Schirm aufgeschmolzen. Medien als Chance zur Kommunikation, als eine kreative Welt, die den Betrachter aber auch isolieren und in seiner eigenen Kreativität bremsen kann. Die Bemalung der Schirme sei sicher für das Gerät im eigenen Heim nicht zur Nachahmung empfohlen. Nicht ganz ungewollt ist der Gesamteindruck von Kraft, Freude am eigenen Schaffen in der Konfrontation mit den "leblosen Elementen" aus der Welt der Technik. Das Thema Isolation, Eingeschlossen sein, findet in den Arbeiten von Ingrid Conrad-Lindig seine Vorläufer in den in Glas eingegossenen Figuren. Wie in Eis gefrohren wirken sie in den massiven Glasblöcken, die sie in den Jahren zuvor gschaffen hat. Die Arbeit zusammen mit den industriell hergestellten Fernsehschirmen bringt nun den direkten Bezug über das Thema Kommunikation und Medien. Die Arbeit mit freien Formen war für Ingrid Conrad-Lindig noch nicht lange vertraut. Wie sie selbst sag "war es ein langer Weg ausgehend von der traditionellen Glasgestaltung hin zur freien Arbeit". Das heiße Glas birgt nach Ihrer Meinung die Gefahr - eben wegen der hohen Schwierigkeit in der Verarbeitung - in der handwerklichen Tradition verhaftet zu bleiben. "Die Beherrschung der Form zwingt uns dazu die gewünschte Form häufig zu reproduzieren. Schnell ist man dann allerdings in dem Rausch die einmal erarbeitete Form wieder und wieder zu benutzen und sich selbst dabei auch in der Beherrschung des Materials zu genießen". Für Ingrid Conrad-Lindig ist dies um so lästiger, als daß sie sich gegen die Überlegenheit der körperliche Kraft ihrer männlichen Kollegen noch behaupten muß. Erst seit wenigen Jahren gestaltet Ingrid Conrad-Lindig Ihre freien, ganz zweckungebundenen Glasskulpturen. Dickwandige Körper mit klarem, einfachen Umriß, kräftigen Grundfarben und im Glas eingeschlossener Malerei. Die Glasmalerfarben um die Malerei in das Glas zu bringen hat sie von einen ihrer Reisen aus Amerika mitgebracht. Wichtig ist ihr bei der Gesamtgestaltung der Skulpturen die Balance zwischen der Stärke und dem Gewicht der Körper einerseits und der Sensibilität der eingeschlossenen Malerei andererseits. Die klare Geometrie der Form steht der fast flüchtig aufgebrachten Farbe entgegen und ist denoch im Gleichklang. Die für die Größe der Teile kleine Standfläche gibt den Gläser einen fast schwebenden Ausdruck. Die Malerei ist für Ingird Conrad-Lindig mehr und mehr zu einem wichtigen Stilmittel im Ausdruck ihrer Arbeiten geworden. Sei es auf Ihren klaren geometrischen Formen oder in Zusammenspiel mit dem mehr figürlichen Themen, die sich um Ihre"Puppen in Glas" bewegen. Das Glas ist der Ausgangspunkt, dem sie trotz der vielen technischen Problemen, denen sie sich bei der Erarbeitung Ihrer Stücke gegenübergestellt sieht, verbunden fühlt. Es bleibt für Sie die Herausforderung und der Anreiz immer wieder neue Wege zu versuchen um sich in dem Werkstoff Glas mitzuteilen. Wie bereits angesprochen stellt die Bearbeitung des heißen Glases hohe technische und handwerkliche Ansprüche. Ganz im Gegensatz dazu stehen die Möglichkeiten, die sich in Deutschland derzeit bieten, um das Handwerk und die Kunst des Glasmachens zu erlernen. Der Ausbildungsweg von Frau Conrad-Lindig über die Staaten ist dafür beispielhaft. Seit Beginn der 90iger Jahre bemüht sich daher Frau Ingrid Conrad-Lindig, junge Menschen in ihrer Ausbildung im Bereich des künstlerischen Handwerks an das Material Glas heranzufüheren. Von 1991 bis 1995 unterrichtete sie jährlich an der Sommerschule für Glasgestaltung in Frauenau, dem sogenannten "Bildwerk Frauennau", einer gemeinnützigen Einrichtung zum Wissensaustausch von jungen und von erfahrenen Glaskünstlern aus aller Welt. Von 1991 an bis 1995 unterrichtete sie Kunststudenten der Gutenberg-Universität, Mainz im Bereich Glaskunst und gestaltete Workshops an ihrem Glasschmelzofen. !996 und 1997 lehrte sie an dem Glass Art Department der State University of Alfred,NY. Sie folgte damit einer Einladung als Artist in Residence. Alfred ist dafür bekannt, daß in ungewöhnlicher Weise unter einem Dach sowohl die Wissenschaft wie auch der künstlerische Umgang mit den Werkstoffen Glas und Keramik gelehrt wird. Eine Fortführung dieser Lehrtätigkeit an der Alfred University ist in Aussicht. Von 1996 bis 1998 unterrichtete sie jährlich Kunststudenten des Insitutes für Künsterische Keramik Höhr- Grenzhausen im Bereich Glas. Ziel des Seminars war es, die werkstofflichen Kenntnisse zu erweitern und die handwerklichen Fähigkeiten zu üben. Der Unterricht fand in Blockseminaren in der eigenen Werkstatt in Ingelheim statt.