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Galerie Mariska Dirkx since 1974
Ommatidien

Kunstrai 2001

In de Statements expositie is een groot werk van de Zwitserse Claudia von Funcke gepresenteerd.
Ommatidien

Glas, gecombineerd met staal, is opgebouwd tot een grote glaswand met als titel Ommatidien. Dit werk van 3 meter breed en 2 meter hoog is met recht een blikvanger te noemen. Von Funcke`s werk herinnert aan de telescoop en paraboolspiegel en lijkt sterk uitvergrootte micro-celstrukturen te herbergen. De keuze voor het glas levert voor de omgeving een verrassende doorkijk en caleidoscopische perspectieven. Door de luchtigheid en elegantie van de constructie ontspruit er een transparante aanwezigheid zonder opdringerig te zijn. Claudia von Funcke wordt vertegenwoordigd door Galerie Mariska Dirkx te Roermond.

Meer tekst (duits) hierover staat onder de foto.

The glass artist Claudia von Funcke from Switzerland.
OMMATIDIEN
1993
Stahl, Flaschenscherben (gefused) 300 x 300 x 30cm

Die Arbeit erinnert an ein riesiges Insektenauge aus vielen Einzelfacetten. Innerhalb der geometrischen, streng gerasteren Form einer übergroßen Linse lagern 100 Glasblöcke aus teilweise verschmolzenen Flaschenscherben (Weißwein, Prosecco), die eine gebogene Lichtwand kreieren. Es entwickeln sich Überlagerungen und Überschnei-dungen unterschiedlicher Dichte und Transparenz, die das Licht- und Schattenspiel der Umgebung wiedergeben.
Ommatidien versucht die Visualisierung unseres Wahrnehmungssystems, zeigt den Widerspruch zwischen angestrebter wissenschaftlicher, allumfassender Objektivität und individueller, subjektiver Wahrnehmung.
Diese individuelle Wahrnehmung bildet Seh-Raster und Seh-Muster, welche auf Grund gesellschaftlicher, kultureller und persönlicher Hintergründe eine visuelle Selektion unseres alltäglichen, häufig durch industrielle Gegenstände vorgerasterten Umfeldes vornehmen. Das Flaschenglas dient hier als Träger dieser als oft so selbstverständlich hingenommenen Alltagswelt. Die vielfältige Prismenwirkung der Glasscherben macht ein exaktes Bild des Hintergrundes unmöglich, entwirft jedoch je nach Blickwinkel verschie-dene Ein- und Durchsichten.
Ommatidien = Linse = Auge = Container von angesammelten Bruchstücken unserer Erinnerungen, die zu dem speziellen Prisma führen, mit dem jeder seine eigene, individuelle und determinierte Realität sieht und filtert. Die Arbeit verweist auf Ordnung, Chaos und Zufall als komplementäre strukturbildende Faktoren unseres Sehens, aber auch die willkürliche Poesie des Alltags. Darüber hinaus bestimmen der Standort, der Raum, die Architektur, also der äußere Kontext - immer integrativer Bestandteil meiner Arbeit - , wie, ob und als was etwas wahrgenommen wird.
"Vision for me is not only what we see, it is a stance taken, an idea, a geometry, a point of view in both senses of the phrase." Marcel Duchamps

ALLGEMEIN Das zentrale Thema meiner Arbeit ist das Sehen, wobei das theoretische Modell Wahrnehmung und das getreue Abbild, die physische und psychische Verzerrung des Projektionsbildes und die Ambivalenz und Verführbarkeit des Auges befragt werden. Irritation, Illusion und Enttäuschung der selben, der Wechsel zwischen Bekanntem, Alltäglichen und Unbekanntem sind Bestandteil und Methode meiner Arbeit.

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